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Feucht- und Nässeschutz

RAL RG 426 Teil lll

Geltungsbereich

feuchte_naesse_478Diese Güte- und Prüfbestimmungen gelten für Innentüren aus Holz, Holzwerkstoffen und anderen Materialien nach DIN 68706, Teil I, die nicht dem Freiluft- oder Außenklima ausgesetzt sind. Im Besonderen werden Anforderungen an die Eignung der Türblätter für den Einsatz in Feucht- und Nassräumen gestellt. Anforderungen anderer Art werden nicht gestellt. Feucht- und Nassraumtüren müssen hinsichtlich ihrer klimatischen und mechanischen Eignung gemäß RAL RG 426 Teil I klassifiziert sein.

Türenklassen

In Abhängigkeit ihres vorgesehenen Verwendungszwecks werden die Türblatt-Typen wie folgt klassifiziert:

  • Typ Feuchtraumtür,
  • Typ Nassraumtür.

Eine Beanspruchung von Türen im Feuchtraumbereich liegt dann vor, wenn ein Türblatt kurzfristig einer Feuchteeinwirkung auf der Oberfläche ausgesetzt ist. Diese Feuchteeinwirkung kann auf Grund hoher Luftfeuchte oder durch direktes Spritzwasser erfolgen.

Eine Beanspruchung von Türen im Nassraumbereich liegt dann vor, wenn ein Türblatt langanhaltender Nässeeinwirkung und häufigem Spritzwasser ausgesetzt ist. Anwendungsbeispiele sind Türen von Nasszellenbereichen in Krankenhäusern, Hotels, und Badeanstalten.

Grenzwerte

Bei keiner der Prüfungen dürfen sichtbare Schäden an der Türkonstruktion auf Grund der Feuchte- bzw. Nässeeinwirkung auftreten. Dies gilt im Besonderen für Schäden an den Kanten, dem Rahmen, dem Einleimer, der Decklage und der Deckplatte sowie der Oberfläche. Die Beschlagteile müssen dem Einsatz entsprechend geeignet sein und dürfen keine äußerlichen Korrossionserscheinungen aufweisen.

Prüfbestimmungen

Klassenbildung

Nach Bestehen der hygrothermischen und mechanischen Prüfungen nach RAL RG 426 Teil I sowie den Prüfungen auf Feuchte- bzw. Nässeeinwirkung wird der betreffende Türentyp entsprechend den Güte- und Prüfbestimmungen klassifiziert. Klassenbenennung nach RAL RG 426 Teil I und Teil III (siehe Abschnitt Türenklassen) mit dem Zusatz Feuchtraumtür oder Nassraumtür.

Prüfung der Feucht- und Nasseinwirkung

Bei der Prüfung von Feucht- und Nassraumtüren werden komplett montierte Türblätter geprüft, d. h. Türen mit Bändern und Schloss. Die Prüfung besteht aus einer zyklischen Beduschung der Öffnungsfläche des senkrecht in einer Normstahlzarge eingebauten Türblattes mit Wasser und erfolgt auf einem speziellen Prüfstand in Form einer Beduschungswand:

Feuchtraumtür

Die 48 Prüfzyklen setzen sich aus jeweils 0,5 Minuten Besprühen mit „kaltem“ Wasser und 29,5 Minuten Trocknung zusammen.

Nassraumtür

Die 48 Prüfzyklen setzen sich aus jeweils 4 Minuten Besprühen mit „warmem“ Wasser und 26 Minuten Trocknung zusammen.

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