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Geschichte

Schreinerei Glock um 1960

Wer hätte vor über 80 Jahren gedacht, dass aus der kleinen Schreinerei Glock mal ein florierendes Industrieunternehmen werden würde?
1933 als Ein-Mann-Betrieb gegründet, zählt das neuform-Türenwerk 2008 bereits über zweihundert Mitarbeiter an zwei Standorten. Der stetig wachsende Erfolg des Unternehmens gründet sich dabei auf ein Produkt, das jeder Mensch täglich nutzt: Türen. Nicht irgendwelche - überall dort, wo besondere Anforderungen an Design, Komfort und Sicherheit gestellt werden, setzen Bauherren und Architekten heute auf Lösungen von neuformtür.

Vom Dorfschreiner zum Pionier für anspruchsvolle Objekttüren - ohne Zweifel eine mittelständische Traumkarriere. Aber auf ein ''Rezeptbuch des Erfolgs'' konnte sich der Firmenchef und Vordenker Hans Glock niemals verlassen. Ganz im Gegenteil: Schon in jungen Jahren mit der Führung des Unternehmens betraut, hatte er die Wirren der Nachkriegszeit mit viel Improvisationsgabe zu meistern. Früh erkannte der junge Unternehmer dabei die Macht der Innovation. Die Verpflichtung zur handwerklichen Tradition stand für Hans Glock schon damals in keinem Widerspruch.

Auch heute noch bilden die kontinuierlichen Weiterentwicklungen das Fundament für den Erfolg des Unternehmens. Produkte wie das System S, die Kante PU-protect oder sonor-venti wurden im Laufe der Jahre zu Trendsettern im anspruchsvollen Objektbau.

Das Wichtigste hat bei der Faszination für innovative Lösungen niemand vergessen: In den Produkten steckt weit mehr als eine handwerkliche Leistung. Das wahre Geheimnis des Erfolgs von neuform-Türenwerk sind die Menschen und Macher dahinter.

Firmengründer Emil GlockFirmengründer Emil GlockLupe1933 in einer Zeit hoher Arbeitslosigkeit wurde auch Emil Glock von seinem Vater aus dessen Schreinerei entlassen, weil es zu wenige Aufträge gab. Als Emil Glock keine Anstellung in einer anderen Schreinerei findet, bleibt nur der Weg in die Selbstständigkeit. Und so gründet Emil Glock am 16.05.1933 die Firma Emil Glock Bau- und Möbelschreinerei. Da er dem Vater als Bauschreiner keine Konkurrenz machen durfte, sollte seine junge Firma nur Möbel herstellen. Der wirtschaftliche Aufschwung kam 1934. Durch einen glücklichen Umstand lernte er den Architekten Tompert aus Marbach kennen. Dieser erteilt ihm den ersten Großauftrag, alle Schreinerarbeiten für 3 Häuser in Feuerbach auszuführen.

1949 werden die Räumlichkeiten in der Bahnhofstraße um 300 m² erweitert. Mittlerweile sind sieben Gesellen und drei Auszubildende im Betrieb beschäftigt.

Der frühe Tod des Firmeninhabers und Familienvaters Emil Glock 1954, war ein schwerer Einschnitt in die Entwicklung des Unternehmens. Sein 19-jähriger Sohn Hans hatte gerade die Schreinerlehre beendet. Früher als erwartet muss er die Führung des Unternehmens übernehmen. Mit Hilfe einer Sondergenehmigung der Handwerkskammer legt er 1956 die Meisterprüfung mit 21 Jahren ab und übernimmt darauf hin die vollständige Leitung des Unternehmens.

1957 heiratete Hans Glock Else Glock ( geborene Lillich). Sie war fortan Stütze und gute Seele des Betriebes.

Eine entscheidende Veränderung für die Schreinerei Glock ergab sich 1963 mit der Entwicklung und Patentierung der neuformtür "System S''. Die Bezeichnung ''S'' steht für stumpf einschlagend mit Schattenfuge. Durch die Kombination aus Aluminiumunterkonstruktion als Vormontagerahmen mit Schattenfuge und industriell hergestellter solider Blockzarge lässt sich die neuformtür "System S'' an jede Wandart montieren. Sie verbindet dabei moderne Ästhetik mit den hohen Anforderungen an die Funktionalität.

Stammwerk in ErdmannhausenStammwerk in ErdmannhausenLupe

1969 wird das Industriegebiet am Ochsenweg erschlossen. Dort wird im Herbst mit dem Bau einer großen Werkhalle samt Büro begonnen.
Im April 1970 kann die Fabrikation in das neue Werk in der Gottlieb-Daimler-Strasse umziehen. Auf 2300 m² können nun mit 25 Mitarbeitern Zargen hergestellt werden. So steigt die Produktion, dank neuer Maschinen, von 50 auf 120 Elemente am Tag.

In den Folgejahren wird das neuform-Türenwerk in mehreren Bauabschnitten zunächst auf 3800 m², später sogar auf 7000 m² vergrößert.

Ein weitere Anbau kam 2008 hinzu.

Mitarbeiter ErdmannhausenMitarbeiter ErdmannhausenLupe

Immer weiter arbeitet man bei der Firma neuformtür an der Komplettierung des Türensortiments. So wurde 1970 die ersten Strahlenschutztüren in Arztpraxen eingebaut. Die Bleieinlagen in den Türen richten sich hierbei nach der Strahlung der Geräte im Raum.
Zur gleichen Zeit erhielt neuformtür das Zeugnis für Schallschutztüren. Diese Türen sorgen für Ruhe und Diskretion in allen sensiblen Bereichen wie Hotels, Krankenhäusern, Konferenzräumen und Chefbüros.

Die neuform-Geschäftsleitung, v.l.n.r. Hans Glock, Andreas Glock, Michael GlockDie neuform-Geschäftsleitung, v.l.n.r. Hans Glock, Andreas Glock, Michael GlockLupe

1985 treten die Söhne von Hans und Else Glock in die Firma ein. Sowohl Andreas als auch Michael Glock absolvierten vor ihrem Studium in Rosenheim eine Schreinerlehre.
Andreas Glock, Dipl. Betriebswirt, verantwortet heute den kaufmännischen Bereich. Michael Glock, Dipl. Ing. Holztechnik, ist für Produktion und Technik zuständig.

Seit Juni 1989 wird bei neuformtür eine weitere Innovation produziert, die Kante PU-protect. Für diese Entwicklung erhielt neuformtür den Förderpreis des Landes Baden-Württemberg für innovative Technologien. Die PU-protect Kante an Türen dient als Schutz der Tür in stark frquentiereten Gebäuden wie Krankenhäusern, Schulen und ähnlichen Gebäuden.

Um alle Türen für ein Projekte abwickeln zu können, entwickelte neuformtür 1993 sein vario-Programm. Dieses Spezial-Holztürenprogramm beinhaltet Brand- und Rauchschutztüren, sowie Brandschutzverglasungen für die verschiedenen Widerstandsklassen. Vor allem in öffentlichen Gebäuden müssen Türen dem Feuer eine gewisse Zeit standhalten, um Personen zu retten und unkontrolliertes Ausbreiten des Brandes zu verhindern.

Zweigwerk ZeulenrodaZweigwerk ZeulenrodaLupe

1994 expandierte die Firma neuform-Türenwerk und so wurde am 1. April das Zweitwerk in Zeulenroda in Betrieb genommen.

Auf der Suche nach einem geeigneten Standort fiel die Wahl nicht zufällig auf die Kleinstadt im thüringischen Vogtland. Traditionell ist in Zeulenroda-Triebes die Holzverarbeitende Industrie angesiedelt. Hier fand man hervorragend ausgebildete Fachkräfte. Auch verkehrstrategisch ist Zeulenroda-Triebes überaus günstig gelegen: Das Hermsdorfer Kreuz gilt seit jeher als wichtiger transeuropäischer Knotenpunkt.

Hier werden zu Beginn nur Türblätter hergestellt, während im Stammwerk in Erdmannhausen Zargen und Türblätter aus Holz produziert werden, eben alles was man für eine Türe benötigt.

Bereits vier Jahre nach seiner Eröffnung wird das Werk um eine zweite Halle erweitert. Eine dritte Halle folgt 2002.

Drei Jahre darauf erwirbt neuformtür die Halle und Büros eines ehemaligen Bankausstatters und errichtet dort eine hochmoderne Fertigungslinie für die neue variantzarge. In den einstigen Büros entsteht ein innovativer und repräsentativer Showroom: die neuformtür-Türenwelt.

Zusammen verfügen beide Werke über eine Produktionsfläche von 15.000 m².
Beide Werke produzieren mit 240 qualifizierten Mitarbeitern ca. 600 Türblätter pro Tag. Damit gehört neuformtür zu den leistungsfähigsten Herstellern von Objekttüren.

Mitarbeiter ZeulenrodaMitarbeiter ZeulenrodaLupe

Qualität wird bei neuformtür groß geschrieben, deshalb durchläuft jedes Produkt umfangreiche interne Qualitätsprüfungen sowie externe Kontrollen unabhängiger Prüfinstitute.

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, spielt natürlich auch der Nachwuchs bei der Firma neuform-Türenwerk eine große Rolle. Deshalb bietet neuformtür Ausbildungsplätze in ganz verschiedenen Bereichen an: Holzmechaniker / in, Industriekaufmann / frau oder technischer Zeichner / in.

Mit Hochdruck arbeitet unsere Entwicklungsabteilung an neuen fortschrittlichen und technisch modernen Produktlösungen, um auch weiterhin zu den Top-Herstellern von Objekttüren zu gehören. So entstand 1999 die ''planoglas'' Tür. Diese verbindet plane, fugenlose Doppelverglasung, die zudem noch hochschalldämmend ist, mit Ästhetik und Funktionalität auf einzigartige Weise. Damit entspricht diese Art der Verglasung dem Zeitgeist der heutigen, modernen Architektur.

Eine weitere geniale Idee, die am 22.06.2001 patentiert wurde, ist das Türelement ''sonor-venti''. Musste man sich früher zwischen einer Schallschutztür oder einer Tür mit Lüftungsmöglichkeit entscheiden, so gehört dies seit der ''sonor-venti'' der Vergangenheit an.

2007 bringt die Firma neuformtür die variantzarge auf den Markt. Diese Holzzarge ist besonders strapazierfähig und flexibel in ihrer Maßvielfalt und ihren Gestaltungsmöglichkeiten. Dadurch kann sie in einem umfangreichen Einsatzbereich sowohl im Wohn-, als auch im Objektbereich eingebaut werden. Dieser breit gefächerte Verwendungsbereich, ein und der selben Zarge ist eine absolute Seltenheit.

2009 erhält neuformtür die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für F30 Brandschutzverglasungen.

Die neueste Produktentwicklung kam Anfang 2010 auf den Markt: die Schallschutz-Schiebetür ''sonor-slide''.
Diese Schallschutz-Schiebetür (SSK l-lll) hat nicht nur einen hohen Bedienkomfort, sondern erfüllt auch hohe Ansprüche an das Design.

Anfang 2011 hat neuform-Türenwerk auf der Bau in München den Prototypen des Türelements "swing-slide" vorgestellt. Die Devise bei der Entwicklung dieser behindertengerechten Raumspartür lautete: Raum sparen, ohne Einschränkungen in Kauf zu nehmen. Der besondere Unterschied zu herkömmlichen Lösungen liegt darin, dass das Türblatt vertikal nicht geteilt und geklappt wird. Somit gewinnt die Konstruktion an Stabilität und es gibt keine störenden Fugen.

Mitte des Jahres bringt neuformtür zusammen mit der Firma Würth den Brandschutzschaum FZ Plus auf den Markt. Alle T30/ RS Türelemente wurden mit dem neuen Brandschutzschaum geprüft und bauaufsichtlich zugelassen. Ganz egal, ob es sich um Holz-, Stahl- oder Aluminiumzargen handelt.

2013 erteilt das Institut für Brandschutztechnik und Sicherheitsforschung (IBS) in Österreich die Übereinstimmungszeugnisse für die Brand- und Rauchschutzelemente FIRE/SMOKE - BASIC, -EXTRA, -SONIC, -FRAMIC sowie die F30 Festverglasung (NVF 301). Die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen (VKF) in der Schweiz erteilt die Brandschutzanwendungen FIRE-TYP-BASIC.

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